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Sonderausgabe zum Abschluss der Kirchenrenovierung
Nr 5/2002  (10 November  - 22. Dezember 2002)

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Pfarrkirche

St. Michael

Untergriesbach

Seite 2: Grußwort des Pfarrers    
Seite 4 Zum Abschluss der Kirchenrenovierung
Eine Beschreibung unserer Kirche - von Frank Plechinger 
      
Seite 8 Eine Chronologie unserer Kirche   
Seite 9 Die Pfarrkirche St. Michael in Untergriesbach Eine Betrachtung - von Heinrich Köberl     
Seite 17 Das war los beim Frauenbund - ein kurzer Rückblick bis zum Sommer   
Seite 20 Kurz + Bündig - von Günter Maier    
Seite 22 100 Jahre Kindergarten: Kinder und Schwestern feierten - von Hans Springer     
Seite 24 Pfarrbücherei: Rückblick zum Buchsonntag Buchtipps    
Seite 26 Chorausflug des Kirchenchors nach Civezzano - von Hilde Seele    
Seite 28 Die Seite der Muter-Kind- Gruppe     
Seite 30 Ministrantenseiten: Verabschiedung von Dr. Hans Bauernfeind - von Laura Seipelt     
Seite 32 Kinderseiten    
Seite 34 Sachen zum Lachen   
Seite 35 Familiennachrichten   
Seite 39 „Das Letzte“        
  

DIE SEITE 2:

Liebe Pfarrangehörige

am 9. November ist der Weihetag der Lateranbasilika in Rom.
An der Vorderseite dieser Kirche steht in goldenen Buchstaben geschrieben: Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises. Sie wurde schon im Jahr 324 von Papst Sylvester geweiht und ist damit eine der ältesten Kirchen der Christenheit.
Auch unsere Kirche ist schon alt. Vor einigen Jahren feierten wir 500 Jahre Pfarrkirche Untergriesbach. In diesen 500 Jahren ist unsere prächtige Kirche für ungezählte Menschen ein kostbares Stück Heimat geworden.
Nach l Jahr gründlicher Renovierung erstrahlt nun das Innere unseres Gotteshauses in neuem Glanze.

Wir sollten diese unsere Pfarrkirche, die das Wahrzeichen und die Mitte unseres Marktes bildet, auch wirklich in die Mitte unseres Herzens nehmen, sie in Liebe umfassen als Ort, an dem Gott selbst unsere Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit stillt. Betrachten wir unsere Kirche nicht nur als Raum in dem wir unsere religiösen Pflichten zu erfüllen haben, sondern als das, was sie wirklich sein will: ein kostbares Zeichen unserer geistigen Heimat, bergendes Dach in den Stürmen des Lebens und der Zeit, schützende Umarmung des treuen und liebenden Gottes.

Mit Dank gegen Gott und viele Menschen die durch ihren tatkräftigen Einsatz und durch ihre großzügige finanzielle Unterstützung zum Gelingen des großen Werkes beigetragen haben, feiern wir am Sonntag, den 10. November mit unsrem Diözesanbischof Wilhelm Schraml den Abschluss der Kirchenrenovierung. Möge unsere Kirche auch weiterhin für uns und für künftige Generationen ein Haus des Glaubens und Gebetes sein, das uns freundlich und in stiller Treue einlädt. Rast zu machen auf der Pilgerschaft unseres Lebens.

Ihr Pfarrer


Kath. Pfarrkirche St. Michael – Untergriesbach
Beschreibung unserer Kirche

Die Kirche in Untergriesbach, war wie auch die Kirche in Obernzell, ursprünglich eine Filiale von Esternberg im benachbarten oberösterreichischen Innviertel.

Unsere Pfarrkirche wurde erstmalig 1223 urkundlich erwähnt. Schon 1239 wird danach bereits die Pfarrei Untergriesbach genannt. Diese wurde 1490 dem Kollegiatstifte St. Salvator in Passau-Ilzstadt inkorporiert.
Die frühere Kirche in Untergriesbach war 1367 von den aufrührerischen Bürgern Passaus in Brand gesteckt, jedoch bald danach wieder aufgebaut worden. Seit 1480 traf man Anstalten zu einem neuen größeren Kirchenbau.

Ab 1482 wurden diese Pläne dann in die Tat umgesetzt. Nach dem vollständigen Abbruch der baufälligen alten Kirche entstand eine neue mit nicht eingezogenem Chor und einschiffigem Langhaus mit Westempore. Die am Chor zweimal sichtbare Jahreszahl 1491 ist wohl auf die Vollendung dieses Abschnitts in der Kirche zurückzuführen. Dieser Kirchenbau bot 2.500 Menschen Platz (!). Am Langhaus der Kirche wurde bis hinein ins 16. Jahrhundert gebaut. Von diesem spätgotischen Kirchenbau sind heute noch Teile des Chores und des Langhauses erhalten.

Unsere Pfarrkirche ist dem Hl. Michael geweiht und feiert ihr Kirchweihfest am zweiten Sonntag nach Ostern.
1602 beschädigte ein Blitzschlag den alten Kirchturm von Untergriesbach. Der jetzige Turm stammt von 1714.

Da die Pfarrei aufgrund der „Güterzertrümmerung durch die neuen Kolonien“ und durch die „Wohltat des langen goldenen Friedens“ immer mehr Katholiken beherbergte und auf über 3.000 Seelen anwuchs, war eine Erweiterung der Kirche nötig, da die alte Kirche den „andächtigen Gläubigen dieser Pfarrei, die von ihrer Pfarrkirche an Sonn- und Feiertagen ohne dringende Notwendigkeit nicht leicht wegbleiben, nicht mehr genug Raum“ bot(!!).
Seit 1725 wurde an der Einfügung des Querhauses und der Barockisierung der Kirche gearbeitet. Dadurch entstand in Untergriesbach der jetzt bekannte kreuzförmige Grundriss unserer Pfarrkirche. Anfang der dreißiger Jahre des 18. Jahrhunderts wurde die Seelenkapelle angebaut. Unsere Pfarrkirche ist in ihrer heutigen Gestalt eine einschiffige Anlage mit Querhaus. Dadurch nähert sich der Grundriss stark dem bekannten griechischen Kreuz mit dem Westturm in der Mittelachse.

Der Unterbau des Chores (Altarraum) stammt großenteils von dem spätgotischen Bau. Über die Vierung spannt sich eine Flachkuppel mit Tonnengewölben in den Querarmen. Das erste Geschoss der Empore ist spätgotisch unterwölbt. Die geschweifte Emporenbrüstung gehört der Zeit um 1730 an. Damals wurde auch das zweite Geschoss der Emporenbrüstung aufgesetzt.

Neben den spätgotischen Fenstern im Chor unserer Pfarrkirche, befanden sich vor den beiden Innen-Seitenfenstern, welche zu den Räumen (Oratorium) oberhalb der Sakristeien gehören, hübsche Holzgitter um 1725. Derzeit ist es geplant, diese Holzgitter wieder zu restaurieren und nach dem Abschluss der Innenrenovierungsarbeiten vor den Fenstern wieder anzubringen.

Der Haupteingang unserer Kirche ist in seiner ursprünglichen, spätgotischen Form erhalten mit einem klassischen Sterngewölbe in der Vorhalle. Der Westturm trägt anstelle der früheren Kuppel seit 1873 einen Spitzhelm. Die heutige Sakristei wurde auf den Grundmauern des alten Turmes errichtet. Das spätgotische Sockelgesims ist heute noch sichtbar.

Die Innengestaltung unserer Pfarrkirche wurde in zwei Schritten durchgeführt. Die Ausmalung des Langhauses erfolgte 1725 durch den Passauer Maler Joseph Schwarz. Die Gestaltung des Querhauses und des Chores 1780 durch Johann Georg Unruh. Diese Fassung von 1780 der Gestaltung unserer Kirche wurde auch als Grundlage für die aktuelle Innenrenovierung gewählt

Die beiden Deckengemälde im Scheitel des Chorjochs stellen Glaube, Hoffnung und Liebe bzw. eine Allegorie der Kirche dar. Die Flachkuppel in der Kirchenmitte über der Vierung nimmt eine stark klassizistische Darstellung des Jüngsten Gerichts ein. In den Hängezwickeln der Vierungspfeilern sind Ovalbilder der Erzengel Michael, Gabriel, Raphael und Uriel sichtbar. Im nördlichen Querarm sind die Deckengemälde Mariä Tempelgang, die Heimsuchung, der Flucht nach Ägypten, im südlichen die Verlobung der hl. Katharina, ihre Disputation mit den Philosophen von Alexandrien, die Bekehrung der Kaiserin Faustina sichtbar.

Die Stukkaturen der Gewölbe stammen aus der Zeit der Kirchenerweiterung von 1725 und zeigen bereits erste Elemente des frühen Rokokos.

Unser Hochaltar stammt von 1690, wurde vom Passauer Bildhauer Matthias Högenwald gestaltet und ist aus Holz marmoriert bzw. vergoldet mit den Holzfiguren von St. Petrus und St. Paulus. Oberhalb befindet sich eine Holzgruppe mit dem Schutzengel und Kind. Seitlich befinden sich Figuren von St. Stephan und St. Laurentius.

Das Altarblatt (Hauptbild): St. Michael besiegt die bösen Engel gemalt 1780 von Unruh. Der Tabernakel ist eine Frührokokoschöpfung um 1730 von Jos. Matthias Götz. An der Rückseite des Hauptaltares befindet sich eine Inschriftplatte aus Granit mit der Jahreszahl 1491, welche die Verdienste des damaligen Pfarrers von Untergriesbach, Leonhard Tuner, um die Erbauung der Pfarrkirche würdigt.

1728 wurden vier Seitenaltäre geweiht. Die zwei heute noch existierenden stammen aus jener Zeit. Die beiden im Chor der Kirche befindlichen Seitenaltäre sind heute nicht mehr erhalten. Die Altarbilder der erhaltenen Seitenaltäre stellen im nördlichen St. Dominikus empfängt aus der Hand Mariä den Rosenkranz, im südlichen die St. Katharina, dar. Beide Bilder wurden ebenfalls von Unruh 1798 gemalt. 

Der Taufstein stammt aus der Zeit um 1500 und ist aus Granit, die jetzige Orgel stammt von 1902. Die beiden Ölgemälde im Chor zeigen St. Rochus auf Wolken schwebend und darunter Pestkranke, bzw. St. Sebastian der durch Engel von den Pfeilen befreit wurde. Diese beiden Bilder sind von den ehemals vorhandenen Seitenaltären im Chor noch erhalten.

Durch all diese prachtvollen Ausstattungsmerkmale stellt unsere Pfarrkirche einen der bedeutendsten Kirchenbauten im südlichen Bayerischen Wald dar.

von Frank Plechinger

Chronologie unserer Pfarrkirche

  • 1482 Beginn des gotischen Kirchenbaus; 1491 teilweise fertigge- stellt

  • 1690 Entstehung Hochaltar, Kanzel und weitere Altäre

  • 1706 Kirchenpflaster wurde verlegt

  • 1714 Neuer Kirchturm wird gebaut

  • 1725 Neubau des barocken Querhauses mit Ausmalung von Josef Schwarz

  • 1728 4 Seitenaltäre werden geweiht

  • 1730 Tabernakel am Hochaltar wird aufgestellt

  • 1730 Die damalige Orgel wird repariert

  • 1734 Die damaligen Kirchenfenster werden repariert

  • 1735 Anbau der Seelenkapelle an der Süd-West Ecke

  • 1751 Das Kirchendach wird repariert

  • 1780 Die Brüder Jungwirth stiften für die Pfarrkirche;
    Joh. Gg. Unruh, Passau, malt Deckengemälde, Altarblätter für die Seitenaltäre sowie 12 Bilder für die Hauptfeste der Kirche und 6 Bilder Leiden Christi

  • 1786 Kirchenstühle werden von Jos. Kauffmann, zu Grießbach aufgestellt

  • 1792 Die Brüder Jungwirth stiften 2 neue Seitenaltäre (nicht mehr vorhanden). Die Altarblätter werden von Unruh erneuert

  • 1798 Seitenaltarblätter vom nördlichen und südlichen Seitenaltar; Signatur von Unruh von 1798

  • 1813 Dachreparaturen an der Kirche

  • 1822 Blitzschlag

  • 1832 Erste große Restaurierung

  • 1851 Renovierung der Pfarrkirche

  • 1873 Neuer spitzer Turmhelm wird dem Kirchturm aufgesetzt

  • 1890 Restaurierung Hochaltar, Seitenaltäre und Kanzel

  • 1900 Marmorbelag für Kirchenfußboden wird gelegt

  • 1902 Neue Orgel wird eingebaut

  • 1920 Restaurierung des Innenraums und der Deckengemälde

  • 1972 Restaurierung des Innenraums und der Deckengemälde in der Originalfassung von 1690

  • Juli 1972 Begasung des gesamten Raumes mit Zyklon-Blausäure gegen Holzwurmbefall

  • 2002 Abschluss der Restaurierung des Innenraums und der Deckengemälde mit Herstellung der Unruh-Fassung von 1725

Die Pfarrkirche St. Michael in Untergriesbach
(Patrozinium: 29. September)

Jeder Besucher Untergriesbachs sieht zumindest die Turmspitze der Kirche, von welcher Seite er sich auch dem Markt nähert, bis schließlich das gesamte Kirchenschiff in sein Blickfeld tritt. Das imposante Gotteshaus in exponierter Lage nimmt den Betrachter gefangen, es lädt ein zu einer Besichtigung und zu einem Besuch. Wer dies tun möchte, muss freilich erst durch den Friedhof gehen - eine weitere Eigenart der Kirche von Untergriesbach: Von allen Kirchen in den Märkten des ehemaligen Passauer Abteilandes steht St.Michael nur mehr als einzige mitten in einem Friedhof. Dem Besucher der Kirche wird alsbald klar, dass an diesem Gotteshaus die Jahrhunderte gebaut haben. Und es mag durchaus von Interesse sein, etwas in der Baugeschichte dieser Kirche zu blättern.

Kurze Geschichte des Kirchenbaus und der Ausstattung

Die „Edlen von Griesbach“ sind vom 10. Jahrhundert bis zu ihrem Aussterben 1220 die Eigenkirchenherrn. Neben ihrer Burgkapelle haben sie ohne Zweifel für ihre Grundholden am günstig gelegenen Platz der heutigen Pfarrkirche eine Vorgängerkirche errichten lassen, bereits mit dem Patrozinium des Erzengels Michael, eines Hauptheiligen der Ritter. Überlegungen nach ihrem möglichen Aussehen (Romanik?) und die Frage nach dem Baustoff (Holz? Stein?) gehören ins Reich der Spekulation. Ins Licht der Quellen tritt die Pfarrkirche („parochia“) am 28. Juni 1239, als der Passauer Fürstbischof schon Patronatsherr der Kirche von „Griesbach“ geworden ist. Bischof Rudiger II. bestätigt Pfarrer Otto von „Gryehspach“ die Zehenten zum Unterhalt der Pfarrkirche und droht jedem den Bann an, der diese Zehenten zweckentfremdet.
Wohl taucht eine Reihe namentlich genannter Pfarrer von Griesbach auf, von sich reden macht die Pfarrkirche erst wieder 1367, als die aufständischen Passauer Bürger gegen ihren Bischof rebellieren, donauabwärts ziehen und die beiden Märkte „Zell“ und „Griesbach“ brandschatzen und dabei auch eine Kirche mit dem Allerheiligsten in Schutt und Asche legen, höchstwahrscheinlich die Kirche von „Griesbach“. Sie wird wieder aufgebaut oder auch nur notdürftig hergestellt.


Wesentlich sichereren Boden betreten wir mit dem Bau der gotischen Kirche. Zurüstungen erfolgen ab 1482/83. 1491 (vgl. Jahreszahl an der südöstlichen Außenstrebe beim Grab der Familie Kainz!) scheint der Bau entweder begonnen oder beendet worden zu sein. Ob „Leonhardus Tuner“ (vgl. nicht mehr zu entziffernde Inschrift auf der Rückseite der Hochaltarstipes!) nun der Baumeister oder der Pfarrherr zur Bauzeit gewesen ist, lässt sich nicht mehr mit Gewissheit sagen. Sicher jedoch ist, dass die Maurer und Künstler eine gotische Hallenkirche von imposanten Ausmaßen geschaffen haben mit einer Breite von ca. 10 Metern und mit einer Länge von fast 32
Metern. Die Gewölbelast wurde außen durch heute noch sichtbare dreigliedrige Strebepfeiler aufgefangen. Sehr interessant waren ohne Zweifel die Kreuzrippengewölbe (Sterngewölbe), von denen wir noch einzelne bewundern können (Vorhalle Haupteingang, untere Empore).

Über die Ausstattung können wir nur mutmaßen: erhalten geblieben ist lediglich ein sehr klobiger Taufstein aus Granit (um 1500). Und 1593 wird ein Seitenaltar erwähnt, denn die gemeinsame Leinenweberzunft von Griesbach und der Zell wird verpflichtet, vor dem Altar des Hl.Sebastian ihren Jahrtag zu begehen.


Die nächste wesentliche Veränderung im Äußeren erfolgt erst zur Barockzeit. 1714 wird der Turm über der heutigen Sakristei am Südchor bis auf etwa vier Meter Höhe abgerissen und ein neuer Turm an der Mittelachse der Westfassade auf annährend quadratischer Grundfläche errichtet. Dabei wird der Turm nicht direkt an das Kirchenschiff gesetzt, sondern ein Abstand von ca. 1 Meter eingehalten. Nur zwei lose Verbindungsmauern schließen den Raum zwischen Turm und Kirchenschiff. Dadurch wird erreicht, dass die Schwingungen der läutenden Glocken nicht im Kirchenschiff spürbar werden oder gar Schäden im Gewölbe verursachen. 1725 - 1732 erfolgt der Einzug des barocken Querhauses (23 m „Breite“) in das Langhaus; dadurch entsteht die Form eines griechischen Kreuzes, die Schnittfläche von Lang- und Querhaus („Vierung“) wird von einer Flachkuppel überwölbt. Außerdem werden die Stichkappentonnen im Presbyterium und Langhaus eingezogen; auch lösen Pilaster die gotischen Dienste ab. Ferner wird eine zweite Empore über der ersten gotischen errichtet. Nach 1730 wird schließlich die Seelenkapelle an die Südwand des Langhauses angebaut.

Im Inneren erfolgt die stärkste Veränderung durch eben diese Barockisierung bereits seit 1690. Sie beginnt mit dem Zumauern des Mittelfensters im Chorhaupt und dem Aufstellen des Hochaltares, wohl aus der Werkstatt des Passauers Mathias Högenwald; sie setzt sich fort mit der Kanzel 1714, die schon Ansätze zum Rokoko verrät, und 1728 mit Frührokokoschöpfungen von vier Seitenaltären. Am 1. Oktober 1728 weiht nun Fürstbischof Joseph Dominikus Lamberg diese Altäre, die auf der Evangelienseite (linke Seite) dem Hl.Sebastian und der Hl.Katharina und auf der Epistelseite (rechte Seite) dem Hl.Rochus und „Marias unbeflekter Empfängnis“ geweiht werden (zur heutigen Anordnung seitenverkehrt!). Zu diesem Zeitpunkt ist sicherlich schon das feine „Bandl-“ und Rankenwerk des Stucks voller Leichtigkeit und Anmut in die Zwickelfelder, Bildrahmen und Gurtbögen des Gewölbes gezaubert; etwas schwerer fiel der Stuck in den Akanthus-Ornamenten der Pilasterkapitelle aus. Ob der Fürstbischof jedoch die Fresken des Passauer Malers Joseph Schwarz bereits bewundern kann bei der Konsekration der Altäre, bleibt offen.
Nach 1730 erfolgen auch die Ausmalung und Ausgestaltung der Seelenkapelle mit einer stuckierten Kreuzigungsgruppe auf dem Altar.

Ein letzter Barockisierungsschub erfolgt ab 1780 bis ca. 1800.
Der Passauer Hofmaler Johann Georg Unru(e)h(e), verheiratet mit der Untergriesbacher Bräuverwalterstochter Anna Maria Ross, überarbeitet die Deckenfresken von Joseph Schwarz (oder malt einzelne Felder neu?). Er malt die beiden Hochaltarblätter, die Altarblätter (Hl.Sebastian, Hl.Rochus) für die 1792 errichteten Altärchen im Chor und schließlich 1798 auch noch die Altarblätter für die beiden heutigen Seitenaltäre.
In den kommenden Jahrzehnten sorgen nur mehr Turm und Kirchendach für aufregenden Gesprächsstoff: 1801 erhält der Turm bis zum Schallfensterbereich einen klassizistischen Aufbau (vgl. Inschrift unter dem nördlichen Schallfenster: „AS 1801 CM“ (Anno Salutis 1801 Constructa Mansio = Im Jahre des Heils 1801 wurde die Bleibe <der Glocken> errichtet). 1822 trifft ein Blitzschlag eben diesen Turm und richtet erheblichen Schaden an. Ob jetzt schon die barocke Zwiebel des Turmes durch den Spitzhelm ersetzt worden ist oder nach dem Marktbrand 1873, ist nicht mehr zu klären.
Nach der glanzvollen Renovierung von 1851 erfolgt erst wieder 1889/90 eine Veränderung im Inneren mit dem Übermalen der Fresken durch den Breitenberger Künstler Höpfl im Geschmacke der Zeit.
1902 installiert die Fa. Georg Friedrich Steinmayer aus Öttingen (Ries) eine Orgel mit zwei Manualen und Pedalwerk, die 14 Register (und 3 Koppelungen) erlauben vor allem die Wiedergabe romantischer Musik. Bis heute hat die Orgel ohne große „Widersetzlichkeit“ ihren Dienst verrichtet.
1904 werden im Chor vier gemalte Fenster des Passauer Glasmalers Kurländer eingesetzt: zwei mit biblischen Szenen („Verkündigung“ und „Christi Geburt“), zwei mit Kathedralglas.


Zwei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg (1920)
werden die von Höpfl vorgenommenen Übermalungen der Deckengemälde auf Veranlassung des Landesdenkmalamtes wieder entfernt, die Kirche farbig neu ausgestaltet und die Pilaster rötlich marmoriert.
Mutig zeigen sich die Untergriesbacher Pfarrkinder in den ersten Jahren des Dritten Reiches: sie stellen Ende März 1933 eine „Bruder-Konrad“-Statue und im Dezember 1935 eine Fatima-Madonna auf, zu der sich alsbald eine kleine Wallfahrt bis von München her entwickelt.
Die beiden Weltkriege gehen weitgehend spurlos am Kirchengebäude vorbei, fordern jeweils freilich die Bronzeglocken ein. 1949 entschließt sich darum die Pfarrei - auch aus Geldknappheit -, Bochumer Gussstahlglocken zu kaufen. Dem Glockenquintett („Herz-Jesu-“, „Herz-Mariä-“, „Michaelis-“, „Floriani-“ und „Josephsglocke“) mit ca. 90 Tonnen Gesamtgewicht bescheinigt der Glockensachverständige der Diözese, Max Tremmel, „großen Reichtum an Melodien“ und „Tonreinheit“.
In den Jahren 1971 - 73 (76) waren sowohl eine Renovierung als auch eine Neugestaltung des Innenraumes notwendig geworden. Das II. Vatikanische Konzil hatte ein anderes Verständnis von Liturgie gebracht. Der Priester solle sich nicht mehr abgrenzen, sondern sich dem Volke zeigen. Das erforderte einen Volksaltar. Und so schuf 1971 der Aichaer Künstler Leopold Hafner aus einem 3 Tonnen schweren Block aus Adneter Marmor einen Mittelaltar, den Bischof Antonius Hofmann am 26.11.1972 konsekrierte und in den Reliquien der heiligen Märtyrer Victorinus, Marinus, Theodorus und Innocentius eingemauert wurden. Leopold Hafner gestaltete auch den Ambo, das Sedile (Priestersitz) und den Bronzedeckel des Taufsteins.
Entfernt wurden das Speisgitter sowie die Chorfenstergitter, außerdem das Theresien- und Aloysiusbild in prunkvollen Rokokorahmen. Der Vorschlag des Konservators Dr. Dambeck, die Balustrade der oberen Empore durch das marmorierte Speisgitter zu ersetzen, mit der Begründung, die Malerei an dieser Brüstung (Hl.Cäcilia und König David mit musizierenden Engeln) sei ohnehin nichts Besonderes, fand bei Pfarrer Koller und der Kirchenverwaltung erfreulicherweise kein Gehör.
Ab 3. Mai 1971 begannen die Renovierungs- und Einbauarbeiten. Zunächst wurden die alten Kirchenbänke mit den schönen Wangen im Volksraum wie im Presbyterium für immer entfernt. Wegen des Einbaus einer Fußbodenheizung wurde dann der Fußboden geöffnet. Unter dem geschmacklosen, teilweise ramponierten Pflaster kamen als Bodenbelag schöne Marmorplatten sowie zwei Gräber zum Vorschein, die für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit sorgten. Leider wurde aus Zeitgründen darauf verzichtet, nähere archäologische Untersuchungen vorzunehmen zur Frage der Vorgängerkirchen. Die Fußbodenheizung wurde raschest eingebaut, neue Platten aus Adneter Marmor - demselben Material wie bei Altar, Ambo und Priestersitz - darüber verlegt und neue Bänke aus Eichenholz, nach dem Entwurf des Künstlers Leopold Hafner, durch die Fa. Bieringer (Lämmersdorf) gefertigt und im Kirchenraum aufgestellt.
Die Fa. Martin Zunhamer aus Altötting übernahm weitgehnd die Restaurierung der Inneneinrichtung mit Freilegung und Vergoldung aller Altäre und der Kanzel. Auch war sie verantwortlich für die Farbgebung im Gewölbebereich. Dabei verwirklichte sie weitgehend die (erste) barocke Raumfassung von 1728 mit einem Weiß der Stuckornamente, einem Gelb sowie Rosa in den Füllflächen.
Die Fa. Müller-Werther aus Ebersberg brachte die Deckenfresken und die Altarblätter zu neuem Glanz.
Die Fa. Theo Bauer, Hauzenberg, bekam den Zuschlag für Maler- und Maurerarbeiten.
Die Glaswerkstätte Neueder aus Obernberg/Egglfing entfernte die alten Fenster, auch die beiden Szenenfenster im Presbyterium, und ersetzte sie durch Echt-Antikglas-Fenster.

Die Fa. Joseph Zahn, Wien, sorgte mit barocken Stil-Lüstern für eine passende Beleuchtung des Innenraums einschließlich der Seelenkapelle.


Die Innenrestaurierung war weit gediehen, als im Sommer 1972
die Begasung des gesamten Innenraumes mit Zyklon B zur Bekämpfung des Holzwurmes in den Altären zu erheblichen Schäden führte: Gewölbe einschließlich der Fresken, Stichkappen und Kapitelle der Pilaster wiesen starke Verfärbungen und Flecken auf, die Altarblätter zeigten deutlichen Blaustich, und an allen Vergoldungen hatten sich Beläge gebildet. Die Schuldfrage wurde zwischen der Fa. Biebel und Söhne, München, die die Begasung durchgeführt hatte, und den Restaurierungsfirmen sowie dem Diözesanbauamt, das die Gesamtaufsicht besaß, hin und hergeschoben. Trotz dieses Hickhacks war eine zeitaufwändige Ausbesserungsrestaurierung erforderlich, und da auch noch das Kirchendach und der Turm (u.a. Sturmblattvergoldung von Kreuz und Kugel, Neueindeckung mit Kupferblech) langwierige Instandsetzungsarbeiten erforderten, zog sich die Restaurierung bis 1976 in die Länge.
Dennoch war die Freude der Pfarrbevölkerung über die gelungene Neugestaltung groß: die Raumschale hatte mit der barocken Urfassung eine dezente Farbgebung in Weiß, Gelb und Rosa erhalten. Auch fügten sich der Volksaltar, Ambo und Priestersitz ohne Bruch in das Ensemble der Ausstattung ein. Verschmerzen ließ sich da der Verlust des Dachtürmchens (Ostchor), des Speisgitters - es fand sich im Brennholzschuppen des Pfarrhofs wieder - sowie der Chorfenstergitter - sie wurden auf den Getreideboden des Ökonomiegebäudes im Pfarrhof verbannt.

In den folgenden Jahrzehnten sorgte die Fußbodenheizung zwar für angenehme Wärme, ließ aber auch die Wände „rußen“ und nachdunkeln. Dazu kam Feuchtigkeit aus dem Fundament. Daran änderten auch Trockenlegungsmaßnahmen an den Außenmauern wenig. Und als schließlich auch noch ein Wasserschaden das Kuppelfresko schädigte und die Farbpigmente an zwei Apostelgesichtern hinwegsinterte, musste eine neuerliche Restaurierung in Angriff genommen werden. Nach Befunduntersuchungen im Frühjahr 2001 durch die Fa. Preis, Parsberg, und nach der Auftragsvergabe an die preisgünstigste Firma Franz Kaltenecker, Hutthurm/Prag, begann das spannende Abenteuer der Restaurierung, die im Gegensatz zur Renovierung von 1971 kein Kirchen-Zusperren erforderte, sondern zumindest Samstags- und Sonntagsgottesdienste ermöglichte. Zunächst gab es freilich eine Reihe von Überraschungen: so hatten die Restauratoren 1971 an den Innenflächen der Außenmauern Dispersionsfarben verwendet, die nun in mühevoller, kostspieliger Arbeit wieder entfernt werden mussten. Dabei kamen auch ältere Bemalungen, z. T. mit Scheinarchitektur-Darstellungen und Kanneluren, an den Pilastern zum Vorschein. Im Gewölbe des Chores entdeckten die Restauratoren eine Goldfassung des Stucks sowie Brokatmalerei. Und so ging die Kirchenverwaltung vom ursprünglichen Vorhaben einer Sparrestaurierung der bloßen Reinigung der Fresken und Einrichtung ab und beschloss auf Anraten des Landesdenkmalamtes, die Raumfassung der Unruh-Zeit um 1780 (2. Fassung) wieder herstellen zu lassen. Das bedeutete: Brokatmalerei in den Gewölbeflächen neben den Stichkappen von Chor und Langhaus; Strichbrokat in den übrigen Füllflächen: meist gelber Strichbrokat, nur in den Gurtbögen goldener Strichbrokat auf rotbraunem Hintergrund. Der Stuck wurde überall von zahlreichen Lasuren befreit und weiß gefasst. Im Presbyterium erhielten die Stuckornamente eine einseitige Randlinienvergoldung aus echtem Blattgold; nur die Stuckrahmen der Gurtbögen und der Zwickel im Chor wurden voll blattvergoldet. Die Akanthusblätter und sonstige Schmuckteile der Kapitelle von Säulen und Pilastern wurden in „Caput mortuum“ gehalten. Die Schäfte der Pilaster erhielten gemalte Kanneluren auf dezenter Marmorierung.
Darüber hinaus entschied sich die Kirchenverwaltung gegen eine Bankheizung, gegen eine neue Aufstellung der Kirchenbänke, des Mittelaltars, des Ambo sowie des Priestersitzes, aber auch gegen den Wiedereinbau der beiden Szenenfenster im Presbyterium. Doch sprach sich das Gremium für das Wiederanbringen der beiden Chorfenstergitter aus, feinster Rokokoschnitzkunst, die nun ab Weihnachten in alter Schönheit am angestammten Platz wieder erstrahlen werden. Dies alles mag man bedauern oder auch begrüßen!
Auch wenn die Arbeiten in der Seelenkapelle noch nicht abgeschlossen sind und der Wasserschaden im Chor voraussichtlich erst im Frühjahr 2003 beseitigt werden kann, dürfen wir uns jetzt schon freuen über das großartige Ergebnis einer raschen Restaurierung: der Innenraum der Kirche erstrahlt in neuem Glanz, so, wie unsere Vorfahren um 1800 ihn gesehen haben.

Würdigung und Deutung

Untergriesbach besitzt in der Pfarrkirche ein weithin sichtbares, gernbesuchtes Gotteshaus, die Kunstwelt ein wahres Kleinod. „St.Michael“ gehört zu den „bedeutendsten Kirchen im Passauer Raum“ (Bay. Landesamt für Denkmalpflege). Die Kirche trägt im Äußeren einen Mantel aus spätgotischer Zeit, im lichtdurchfluteten Inneren ein goldenes Prachtgewand des Barock und Rokoko. Im Wechsel der Tageszeit leuchten immer andere Facetten der Farbenvielfalt aus der Symphonie von Licht, Malerei und Plastik auf.
Große Künstler haben in dieser Kirche Überdauerndes geschaffen zur eigenen Ehre, zum eigenen Seelenheil wie dem der Christgläubigen, vor allem aber stets zur größeren Ehre Gottes. Kunstsinnige Pfarrherrn haben durch die Jahrhunderte das richtige Maß zu finden gesucht zwischen Bewahren und Erneuern. Und zahlreiche Pfarrangehörige haben sich bis auf den heutigen Tag stets als große Förderer dieser ihrer Kirche „St. Mi-chael“ in Gebet und finanziellem Opfer erwiesen.

 

Welche Deutungen erlaubt dieses Stein und Kunst gewordene Lob Gottes?

„St.Michael“ ist zunächst einmal eine Kirche des Kreuzes: schon im Grundriss wird dies formvollendet deutlich und setzt sich in zahlreichen Kreuzen der Fresken und Altäre fort, beeindruckend vor allem im übergroßen Kreuz an der Innenseite der Südmauer des Querhauses. Und wer den Friedhof vom Marktplatz her betritt, dessen Blick fällt ohne Zweifel auch auf das Kreuz auf dem zugesetzten Fenster des Ostchores. Jedes Kreuz wird zum Zeichen der Erlösung, der Gekreuzigte wird zum Heiland. Darum ist es folgerichtig, dass über der Kreuzigungsgruppe des Tabernakels ein Pelikan steht, der sich mit dem Schnabel die Brust aufreißt, um mit seinem Blut die Jungen zu nähren. In der barocken Symbolsprache ist dieser Pelikan Christus, der uns mit seinem Blut erlöst hat. Und es ist darum ebenso konsequent, dass im Fresko über dem Hochaltar bei der Darstellung der göttlichen Tugend „Liebe“ wiederum der Pelikan erscheint.

„St.Michael“ ist sodann eine Marienkirche: Die Muttergottes begegnet uns in vielen Darstellungen und Situationen, nicht nur unter dem Kreuz (Altar der Seelenkapelle, Kreuzigungsgruppe am Tabernakel des Hochaltars), sondern auch als Schmerzensmutter, die ihren toten, soeben vom Kreuz abgenommenen Sohn auf den Knien liegen hat (Pietà), als Rosenkranzkönigin im Altarblatt des linken Seitenaltars, als Fatimamadonna vor eben diesem Altar, als Himmelskönigin (Kuppelfresko) und als Mutter Gottes (Freskenzyklus „Tempelgang“, „Heimsuchung“, „Flucht nach Ägypten“ im nördlichen Seitenarm, aber auch im Fresko des südlichen Seitenarmes, die „Vermählung der Hl.Katharina“ darstellend) und im Maria-Hilf-Bild (nach Lukas Cranach).

„St.Michael“ ist ferner eine Kirche der Engel: Zunächst erleben wir vor allem den Kirchenpatron. Wer den Innenraum vom nördlichen Haupteingang her betritt und zur Decke schaut, der sieht St.Michael, wie er die Menschen von den Lastern (Macht, Geld, Herrschaft, Verleumdung) befreit. Im Deckenfresko über der Orgel hilft St.Michael nach einer Legende den Sipontinern im Kampf gegen die Heiden. Wenn wir nun in der Kirche nach vorne gehen und unter dem Kuppelfresko stehen bleiben, erscheint St.Michael als „Seelenwäger“ mit Schwert und Waage, der unerbittlich die Taten der Menschen am Ende der Zeiten im Jüngsten Gericht beurteilt. Auch zusammen mit den drei anderen Erzengeln Gabriel, Raphael und Uriel, jeweils in einem „Zwickel“ zwischen den Gebälkstücken der Vierungspfeiler und dem Kuppelfresko abgebildet, tritt St.Michael als „Seelenwäger“ auf. Im Hochaltarblatt stellt der Künstler (Unruhe) St. Michael als Kämpfer des Lichts, des Guten dar, der im Anbeginn der Zeiten Luzifer, den „Lichtträger“ des Bösen, in die Abgründe der Hölle stürzt.

Neben Michael und den drei anderen Erzengeln treten auch „normale“ Engel in die sinnenfällige Welt der Menschen, etwa in der Anbetung des Namens Jesu (Auszugsbild Hochaltar) oder als
„Schutzengel“ (Auszug Hochaltar). Und was wäre die barocke Welt ohne die Engelputti, in „St. Michael“ über 200 an der Zahl. Sie quellen aus Mantelfalten von Heiligen, sitzen auf Voluten, schweben auf Wolken, tragen Werkzeuge, weisen auf ein Geschehen hin oder betrachten es und und und.

„St.Michael“ ist schließlich auch eine Kirche der Heiligen: Wer kennt nicht all die Statuen und Darstellungen der Vorbilder, Helfer und Fürsprecher bei Gott? Etwa die vier Evangelisten, die vier großen Kirchenlehrer (Ambrosius, Augustinus, Hieronymus, Gregor der Große), die drei „heiligen Madln“ (Katharina, Barbara, Margarethe), Antonius von Padua, den „Nährvater Jesu“ (Joseph), die Eltern Marias (Anna und Joachim), Johann Baptist und seine Eltern Elisabeth und Zacharias, den „Brückenheiligen“ Nepomuk, den Ordensgründer Dominikus, die Pestheiligen (Rochus und zweimal Sebastian), den „Drachentöter“ Georg, St.Florian, der mit einem Wasserkübel stets zum Löschen des Feuers bereitsteht, Leonhard, der das kranke Vieh kuriert, Aloysius, der den Sterbenden beisteht, Bruder Konrad, den heiligen Pförtner, die Apostelfürsten Petrus und Paulus und die Passauer Stadtheiligen Stephanus und Laurentius!?

Dies alles ist ein aufgeschlagenes Buch, in dem wir nur zu lesen lernen müssen. Wir haben die Verpflichtung, das Erbe dieses einzigartigen Gotteshauses zu bewahren, mit der Restaurierung für die Jetztzeit erfüllt. Die Kirche soll freilich nicht zu einem Museum verkommen, sondern auch ein Ort sein, in dem wir ein lebendiger Baustein einer christlichen Gemeinde werden und sind.

Sancte Michael, defende nos in proelio!

Heinrich Köberl

 

Vortrag
zur Untergriesbacher Kirche "St. Michael" - Kreuzkirche - Kirche der Engel
Vortragender - Hr. Köberl
am 20. November um 20:00 Uhr
im Pfarrsaal Untergriesbach
Eingeladen sind alle, an unserer schönen Pfarrkirche interessierten.
Veranstalter ist die vhs


Rückblick auf das Frauenbundprogramm

 

  • 15.08.02
    Zur Wallfahrt nach Kaltenbrunn trafen sich ca. 20 Teilnehmerinnen. Gemeinsam mit dem Gottsdorfer Frauenbund ging es betend durch den Wald zur Kapelle Kaltenbrunn. Anschließend wurden noch die Kräuterbüschl verteilt.

  • 12.09.02
    Der Vortrag „Aloe vera“ war mit 40 Teilnehmerinnen sehr gut besucht. Die Heilpraktikerin Frau Stöhr aus Passau informierte eingehend über das Naturprodukt „Aloe vera“.

  • 19.9.02
    In Zusammenarbeit mit dem Frauenbund Schaibing wurde der Vortrag „Mikrowelle“ von der Hausfrauenbeauftragten gehalten.

  • 21.9.02 Jahresausflug nach Wien
    Der Frauenbund fuhr heuer mit 44 Teilnehmerinnen nach Wien. Nach einer guten Frühstückspause (danke an alle Spenderinnen) kamen wir um 10.30 in Wien an. Dort stieg dann eine Reiseleiterin zu, die uns bei einer Stadtrundfahrt alle Sehenswürdigkeiten zeigte und uns einiges dazu erzählte.
    Am Schloss Belvedere stiegen wir aus und besichtigten mit der Reiseleiterin die Schlossanlage.
    Beim Prater kehrten wir anschließend zum Mittagessen ein. Ein Rundgang durch den Prater mit seinem bekannten Riesenrad durfte danach natürlich nicht fehlen.
    Zum Abschluß wurde von uns noch der Stephansdom besucht.
    Danach waren wir uns alle einig: Wien ist mehrere Reisen wert!

  • 25.9.02
    Bezirkskonferenz in Untergriesbach
    Bei der Bezirkskonferenz des Katholischen Deutschen Frauenbundes Diözese Passau waren Vertreterinnen aller 14 Hauzenberger Bezirke anwesend. Das diesjährige Thema lautete „Heilsame Unterbrechung – den Sonntag feiern“. Erläutert wurde das Thema von Dr. Otto Mochti (Diözesanbeirat) . Anschließend folgte eine rege Diskussion um Erfahrungen, Schwierigkeiten und Anregungen zu diesem Thema.
    Nachdem heuer Neuwahlen der Bezirksleiterinnen und Bezirksvertertung anstanden, wurden sie in diesem Rahmen durchgeführt.
    Dem folgten Berichte aus den Zweigvereinen und Informationen über Aktuelles im Diözesanverband.
    Besonders begeistert waren die Anwesenden von der liebevollen Dekoration des Pfarrheimes und der guten Bewirtung.
    Herzlichen Dank für die Dekoration und die Mithilfe an diesem Nachmittag an alle Beteiligten.


  • Zum Erntedankfest wurde die Kirche vom Frauenbund geschmückt und hergerichtet.
    Ein herzliches Vergelt‘s Gott an alle Helferinnen und Spenderinnen der Erntedankgaben.


 

  • Der Kuchenverkauf am Michaelisonntag war mit ca. 70 Kuchen und Torten sehr gelungen. Der Erlös von 1250 Euro wird einem gemeinnützigen Zweck gespendet
    Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Kuchen- und Tortenspenderinnen, sowie allen Helferinnen, die solch einen Erfolg erst möglich machen.

     

 

Kurz und bündig...

Vor 40 Jahren, im Oktober 1962, begann das 2. Vatikanische Konzil. Papst Johannes XXIII. öffnete die Fenster der Kirche, um frischen Wind herein zu lassen. Der Geist der Freiheit und des Aufbruchs durchwehte nicht nur die Räume des Vatikans sondern auch die Seelen vieler Christen. Dies löste zwar bei manchen Angst und Unsicherheit aus. Bei vielen anderen dagegen Hoffnung, Freude und eine Aufbruchstimmung.
Was ist geblieben? Die Dokumente des Konzils – immer noch Leuchttürme, die uns den Weg in die Zukunft der Kirche weisen.
Die Aufbruchstimmung jedoch und der freudige, hoffnungsvolle Blick in die Zukunft sind uns abhanden gekommen. Unsicherheit und Resignation sind zu spüren. Wie soll das weitergehen, wenn z.B. die Priester und die Kirchenbesucher immer weniger werden oder wenn niemand mehr beichten geht?
Wir erleben einen gewaltigen, geschichtlichen Wandel der Kirche. Wie alle Veränderungen wird auch diese als Bedrohung empfunden, weil wir von Gewohntem Abschied nehmen müssen und das „Neue“ noch nicht so recht begreifen und vielleicht auch noch zu wenig wertschätzen.
Ein sensibler Blick in unsere Gemeinde zeigt uns, dass nicht nur unsere Pfarrkirche in einem neuen, wunderschönen Glanz erstrahlt. Der neue Glanz unseres Gotteshauses ist auch ein Bild für unsere Pfarrei:
Es ist unglaublich, wie viele Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer sich in den verschiedensten Gruppen. Gremien, Einrichtungen einbringen und ehrenamtlichen Dienst tun. Dies wird immer wieder auch in den vielfältigen Berichten im Pfarrbrief oder auch auf der Pfarrhomepage
www.pfarrei-untergriesbach.de sichtbar.

Altes vergeht, Neues wächst uns zu. Die Kirche – auch in Untergriesbach – verändert sich. Vielleicht wirkt das 2. Vatikanische Konzil viel subtiler und unauffälliger, unspektakulärer, als wir das erwartet hatten. Schaue ich in unsere Pfarrgemeinde, dann macht mich das nicht mutlos. Im Gegenteil: Ohne den Blick vor manchen Schwierigkeiten und Herausforderungen verschließen zu wollen, sehe ich eine unglaubliche Fülle an Engagement, Arbeit, Spendenbereitschaft und gutem Willen.

Unsere neu renovierte Kirche, die in wunderbarem Glanz erstrahlt – ein Symbol für eine glänzende Pfarrgemeinde...

...meint Ihr Günter Maier

Lieber Leser,

um Sie nicht im Unklaren zu lassen, was aus unserer Frage im letzten Pfarrbrief wurde. Da wollten wir von Ihnen die 6 Veränderungen die am Hochaltar zu sehen waren, wissen.

 

 

 

 

Ein ist sicher, der Wein bleibt uns, die 6 Veränderungen wurden nicht erkannt. Damit Sie aber an hand einer vor kurzem gemachten Aufnahme vergleichen können haben wir unten die beiden Bilder abgedruckt
Das Kind an der Hand des Schutzengels stand auf der falschen Seite; die beiden Engel, links und rechts davon fehlten ebenso wie die beiden Rankenwerke zu beiden Seiten.

Heute noch zu sehen ist der veränderte Schriftzug über dem Altarbild.

 

 

 

100 Jahre Kindergarten
100 Jahre Mallersdorfer Schwestern
in Untergriesbach

Am 13. Oktober feierte die Pfarrei mit den Schwestern des Kindergartens ein denkwürdiges Jubiläum. Im Rahmen eines Festgottesdienstes dankte man Gott für seine schützende Hand, die er in der langen Zeit über die Segen bringende Einrichtung gehalten hat. Neben Caritasdirektor Prälat Konrad Unterhitzenberger, standen auch Prälat Staufer, Geitl. Rat Helmut Kleiner und Pfarrer Dr. Hans Bauernfeind am Altar. Für die musikalische Gestaltung sorgte der SAMICO und die Kindergartenkinder sowie das Personal des Kindergartens selbst. Prälat Unterhitzenberger wies in seiner Predigt auf die Werte der christlichen Erziehung hin. In der anschließenden Kindersegnung legten die Geistlichen den Kindern die Hände auf und segneten sie.

Bei der Feier in der Turnhalle des Kindergartens würdigte Unterhitzenberger die Weitsicht von Pfarrer Eckmüller sowie das Wirken der Ordensschwestern in den vergangenen hundert Jahren. Bürgermeister Günther Kohl, Pfarrer Kleiner, Mdl. G. Waschler sowie Elternbeiratsvorsitzender Falkner und Prälat Staufer sprachen Grußworte an die Versammlung.

Dazu übergaben Bgmstr. Kohl und Prälat Staufer Kuverts die bestimmt nicht leer waren. Die Feier umrahmten die Kindergartenkinder und der Kirchenchor. Nach der Feierstunde traf man sich im Festzelt zum gemeinsamen Mittagessen. Am Nachmittag konnte man sich an Kaffee und Kuchen, gespendet von den Eltern der Kinder laben. Mit einer Tombola, dem Auftritt von Clown Olli und einem Luftballonsteigen gab es am bis zum späten Abend Programm, das die Kapelle
„Spitzbuam Express“ nach Kräften unterstützte. (HS)

 


Das Programm des Frauenbundes

  • Sonntag 10. November
    Martinskirta
    Der Frauenbund beteiligt sich heuer zum ersten Mal beim Martinskirta mit Krapfenverkauf. Der Verkaufsstand wird sich im Markt befinden (Quelle-Shop).
    Um zahlreiche Teigspenden oder Spende der Zutaten wird gebeten.
  • Dienstag 12. November
    Kochkurs (Nachspeisen)
    Wo? in der Schulküche
    Wann ? 19.30 Uhr
    In Zusammenarbeit mit der Bayer. Milchwirtschaft und Frau Claudia Reischl
    Anmeldung bei Gertraud Fesl Tel. 1546
  • Samstag 30. November
    Einkehrtag in Maria Hilf, Passau
    Abfahrt 9‘00 Uhr bei Heindl
    Anmeldung bei A Feuchtner Tel. 1032
  • Donnerstag 12. Dezember
    Adventfeier des Frauenbundes
    Um 19‘00 Uhr feierliches Rorate für verstorbene Mitglieder. Anschließend besinnliche Feier im Pfarrheim.
    - Bitte Plätzerl mitnehmen -

 


Buchsonntag

„Lesen können und lesen dürfen ist ein Geschenk“.

Aus diesem Grunde veranstaltete das Büchereiteam am
Sonntag, den 20. Oktober 2002 einen
Buchsonntag.

Die Lesungen und Fürbitten wurden an den Gottesdiensten an diesem Wochenende vom Büchereiteam übernommen.
Ab 11.00 Uhr war Tag der offenen Tür in der Bücherei mit Bewirtung im Pfarrsaal.
Die Neuerwerbungen – ob Kinderbücher, Sachbücher, Romane oder CD´s – wurden von den Lesern eifrig ausgeliehen.
Auch in der Flohmarktecke wurde fleißig geschmökert. Die teils vom Büchereiteam gespendeten Taschenbücher fanden reißenden Absatz.
Ab 14.30 Uhr wurde es für die Kinder interessant. Die Kinderbuchautorin Christiane Strasser aus Vilshofen las aus ihrem Erstlingsbuch „Entführung am Froschteich“ vor.

Der Erlös der Sammlungen an diesem Wochenende betrug
463,54 Euro
Ein herzliches Vergelt´s Gott bei allen Spendern.

Das Büchereiteam möchte sich recht herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen beigetragen haben.

Der Buchtipps des Monats:
Roman
Die kleine Regina erlebt das Abenteuer der Emigration in das ferne Afrika an der Seite ihrer Eltern, die 1938 Oberschlesien verlassen müssen. Was Walter und Jettel Redlich in dieser gänzlich andersartigen Welt nicht recht gelingen mag, glückt ihrer Tochter. Sie gewöhnt sich leicht an das faszinierende Land. Rasch erliegt sie dem Zauber Afrikas mit seinen Gerüchen und Farben, den wilden Tieren und den ursprünglichen Menschen, die zu ihren Freunden werden.

Dieser Bestseller von STEFANIE ZWEIG wurde auch sehr erfolgreich verfilmt.

Titel des Buches: Nirgendwo in Afrika
Roman
Peter Simon, geschätzt als erfolgreicher Geschäftsmann und geliebt als fürsorglicher Ehemann und Vater, verschwindet spurlos auf einer Reise in die Provence. Als seine Frau Laura verzweifelt versucht, vor Ort zu recherchieren, stößt sie nicht nur auf eigenartige Widersprüche sondern muß schließlich erkennen, dass ihr Mann nicht der war, für den sie ihn hielt. Und dass die Wahrheit mit tödlicher Gefahr verbunden ist ...
Abgründig, raffiniert und fesselnd bis zur letzten Seite, der Spannungsroman von CHARLOTTE LINK.
Titel des Buches:
Die Täuschung

 

Chorausflug des Kirchengesangsvereins nach Civezzano

Heuer war in unserem Chorausflug die 10-jährige Jubiläumsfeier der Partnerschaft mit Civezzano eingebunden. Wir starteten am Freitag, den 6. September, um 5 Uhr in Untergriesbach. Unsere erste Pause mit gemütlicher Brotzeit war am Rastplatz bei der Europabrücke. Der Nebel hatte sich verzogen und die Sonne war jetzt unser Begleiter. Voll gestärkt und mit freier Sicht ging die Fahrt in Richtung Trient – Civezzano weiter.

Herr Köberl hatte sich bereit erklärt, uns Wissenswertes über bedeutende Burgen, Schlösser und Ortschaften entlang unserer Reiseroute näher zu bringen. Wir hatten bei unserem Ausflug auch noch geistliche Begleitung dabei: Unser Herr Pfarrer Helmut Kleiner und Herr Dekan Josef Remberger von Obernzell. Sie waren Zelebranten bei den Messfeiern in Civezzano. Auch unsere Goldhaubenfrauen hatten wir an Bord.

Um 14 Uhr in Trient angekommen, war eine Stadtbesichtigung mit Führung in unserem Programm.

Um 17 Uhr bezogen wir das Hotel Al Ponte in Pergine etwa 10 km außerhalb von Civezzano. Am Abend waren wir zur Freundschaftsspaghettata ins Festzelt eingeladen. Gleich anschließen war der Eröffnungsabend der Partnerschaftsfeier. Auch eine Kunst- und Handwerksraustellung war zu besichtigen. Bei einem oder mehreren Gläsern Civezzano-Wein ließen wir den Abend ausklingen.

Am Samstag unternahmen wir einen Ausflug nach Verona. Eine sehr freundliche und gut deutsch sprechende Fremdenführerin zeigte uns die vielen Bauten und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Zum Schluss führte sie uns noch liebevoll in die Geschichte von Romeo und Julia ein. Abschließend besuchten wir noch eine der schönsten Kirchen und verabschiedeten uns mit dem Lied „Gott hat alles recht gemacht“.

Sonntag, der letzte Tag unserer Reise: Wir beteiligten uns am Festzug durch den Ort und gestalteten gemeinsam mit dem Kirchenchor von Civezzano den Gottesdienst. Nach einer kurzen Stärkung im Festzelt nahmen wir Abschied von unserer Partnerstadt und traten die Heimreise an.

Einen interessanten Abschluss bildete der Besuch der prunkvollen barocken Klosterkirche in Raitenhaslach bei Burghausen. Im nahen Klostergasthof ließen wir beim gemeinsamen Abendessen unseren Chorausflug zufrieden ausklingen.

Hilde Seele

 

Kinder
Kinder sind wie kleine Bäume, die in Deinem Garten stehn,
lass die Sonne für sie scheinen und
Du kannst sie wachsen sehn.

Kinder haben zarte Seelen, die so leicht verletzbar sind,
lass sie nie um Liebe weinen, Tränen machen Herzen blind.

Kinder brauchen immer wieder Deine Liebe, die sie hält,
Kinder sind der Morgen dieser Welt.

Manchmal bringt ein Kinderlachen Dir das Paradies zurück,
diesen kleinen Garten Eden, den die Welt heut so vermisst.

Leg die Zeit in Kinderhände, sind sie heut auch noch so klein,
denn sie tragen Deine Träume in die neue Zeit hinein.

Kinder suchen eine Antwort auf die Fragen unserer Zeit,
dann gib acht auf Deine Worte,
Kinder brauchen
Ehrlichkeit!

 

Ministrantenseiten

Am 2 8. September 2002 fand die Verabschiedung von Herrn Pfarrer Dr. Johann Bauemfeind in der überfüllten Pfarrkirche Untergriesbach statt. Aus diesem Anlass feierte er seinen vorerst letzten Gottesdienst mit der Pfarrgemeinde. Es wurde eine feierliche Stunde mit einer ergreifenden Predigt.

 Nach seinen Worten übergab er Pfarrer Helmut Kleiner die Kirchenschlüssel, die er als Zeichen des ihm entgegengebrachten Vertrauens vor 11 Jahren erhielt. Am Ende der Messe bekam der Pfarrer eine Ikone Johannes des Täufers. Im Anschluss daran fand noch ein kleines Abschiedsessen im Gasthof zur Post statt. Herr Bauemfeind kam vor 11 Jahren als Kaplan nach Untergriesbach und trat hier tatkräftig und voller Elan, den er nie verloren hat, seinen Dienst in der Kirche und als Seelsorger an. Vor allem für die Unterstützung der Ministranten möchte ich mich im Namen aller Minis bedanken. Hans stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite und studierte geduldig die Gottesdienstabläufe mit uns ein. Und somit möchten wir Danke sagen und auf Wiedersehen!

Im Namen der Minis, Laura Seipelt

Gebetsmomente

Ohne Wenn und Amen
will ich beten,
Wörter suchen,
Fragen stellen,
Sätze sagen
Und noch mehr.

Gebetsmomente:
Voll Überraschungen,
täglich neu erleben,
Nähe und Ferne,
Höhen und Tiefen,
das Leben.
Mir fehlen die Worte,
und ich bete trotzdem,
gebe Antwort,
ganz leise,
unbeholfen.
Sind das
die entscheidenden
Augenblicke
Meines Lebens?

Werner Schaube: G-online. Jugendgebete,
Freiburg 2001 (Verlag Herder), S.71

Schauplatz Paradies.
Adam kommt mal wieder etwas später vom Büro nach Hause.
Meint Eva:
"Ich werde das Gefühl nicht los, daß du eine andere hast!"
Darauf Adam:
"Also ehrlich, Eva, du weißt genau, daß du die einzige Frau auf Erden bist!"
Nachts im Halbschlafe verspürt Adam Evas forschenden Finger auf seiner Brust.
"Eva, Maus - was machst Du da?"
Sie, grantig:
"Na was wohl, ich zähle Deine Rippen..."

Jesus und der Heilige Geist spielen Golf. Jesus schlägt - der Ball bleibt 5 cm vor dem Loch liegen. Da kommt eine Maus aus dem Loch gekrochen und frißt den Ball. Plötzlich kommt eine Schlange und verschlingt die Maus. Da stößt ein Adler vom Himmel herab und greift sich die Schlange. Plötzlich ein Gewitter, ein Blitz zuckt herab und trifft den Adler. Der Adler stürzt zu Boden - genau in das Golf-Loch.
Sagt der Heilige Geist zu Jesus: "Wollen wir jetzt Golf spielen oder herumalbern?..."

Fragt Fritz den lieben Gott. "Du, stimmt das, das für dich eine Sekunde wie 1000 Jahre sind?"
Da antwortet Gott:" Ja, Fritz, das stimmt"
Fritz: "Darf ich dich noch etwas fragen? Stimmt es, dass für dich 1 Franken wie eine Million sind?"
Gott antwortet: "Ja, Fritz, das stimmt."
Fritz auf einmal ganz scheu: "Du, lieber Gott. Darf ich einen Franken von dir haben?"
Daraufhin Gott: " Warte eine Sekunde"

Wir gratulieren zum Geburtstag

Hochhuber Franziska, Röhrndl, 2. Nov 80 Jahre
Grill Anna, Marktstr. 2. Nov 78 Jahre
Henschel Herbert, Sperrhäusl 4. Nov 78 Jahre
Fesl Franziska, Gotting 5. Nov 76 Jahre
Fesl Max, Unterreut 5. Nov 73 Jahre
Gumpenberger Elsa, Taubing 8. Nov 71 Jahre
Hoffmann Helmut, Röhrndl 9. Nov 72 Jahre
Kasberger Max, Ratzing 9. Nov 70 Jahre
Kasberger Mathilde, Kroding 14. Nov 77 Jahre
Hofmann Albert, Gotting 14. Nov 75 Jahre
Steindl Maria, Friedlgrub 14. Nov 73 Jahre
Hell Marianne, Röhrndl 17. Nov 76 Jahre
Ritt Ida, Scherleinsöd 17. Nov 74 Jahre
Oberneder Johann, Oberötzdorf 18. Nov 78 Jahre
Wilhelm Anna, Friedlgrub 19. Nov 81 Jahre
Steininger Franz, Diendorf 21. Nov 82 Jahre
Haselböck Maria, Taubing 22. Nov 72 Jahre
Werner Konrad, Ringstr. 26. Nov 72 Jahre
Jurenka Ema, Lerchenstr. 28. Nov 71 Jahre
Grimps Berta, Ringstr. 30. Nov 73 Jahre
Bumberger Gertraud, Stollberg 30. Nov 70 Jahre
Mertl Maria, Postweg 1. Dez 73 Jahre
Oberneder Maria, Oberötzdorf 1. Dez 71 Jahre
Rehmann Albert, Lämmersdorf, Hoffeld 2. Dez 79 Jahre
Kramer August, Oberötzdorf 3. Dez 81 Jahre
Penz Maria, Roll 3. Dez 73 Jahre
Fesl Hildegard, Unteröd 3. Dez 71 Jahre
Reisinger Franziska, Lämmersdorf, Hoffeld 5. Dez 88 Jahre
Penz Matthias, Roll 5. Dez 75 Jahre
Bieringer Anna, Kinzesberg 6. Dez 72 Jahre
Oberneder Aloisia, Zipf 7. Dez 81 Jahre
Rauscher Theres, Unterötzdorf 9. Dez 88 Jahre
Saile Mathilde, Pilslgasse 11. Dez 84 Jahre
Windpassinger Franziska, Kroding 11. Dez 71 Jahre
Huber Maria, Scherleinsöd 14. Dez 83 Jahre
Duschl Theres, Diendorf 14. Dez 76 Jahre
Wohnout Gertrude, Hofwiesenweg 16. Dez 89 Jahre
Kober Maria, Hauzenberger Str. 16. Dez 79 Jahre
Wichmann Maria, Taubing 16. Dez 78 Jahre
Duschl Heinrich, Diendorf 17. Dez 84 Jahre
Bieringer Wilhelmine, Hauzenberger Str. 17. Dez 80 Jahre
Miedl Ludwig, Marktstr. 17. Dez 75 Jahre
Weidinger Anna, Hinterkühberg 18. Dez 88 Jahre
Ramerseder Johanna, Kroding 19. Dez 87 Jahre
Schurm Berta, Gotting 21. Dez 81 Jahre
Stemp Johann, Spechting 21. Dez 76 Jahre

Das Alter:
Zeit der Erinnerungen und Erwartungen, der Dankbarkeit und des Abschiednehmens

Die Netze, die das Leben geknüpft hat aus Begegnungen und Erlebnissen 
beginnen sich aufzulösen. 
Familienangehörige, Freunde, Nachbarn sterben. 
Es wird einsam. 
Erinnerungen verblassen. 
Gewissheiten werden weniger gewiss, 
neue Ängste lasten auf der Seele, 
die Gedanken an Sterben und Tod werden zum vertrauten Begleiter. 
Noch einmal eine Herausforderung an den Glauben.

Gebet:
Herr, meine Kräfte nehmen ab,
es wachsen die Beschwerden und Schwächen.
Mein Leben wird ärmer. 
Ich bin mir oft eine Last.
Dennoch will ich nicht vergessen, 
das viele Gute, das mir Tag für Tag geschenkt wird. 
Was für ein Geschenk, dass Menschen Anteil nehmen an mir! 
Erhalte mir ihre Sympathie.
Ich will sie ihnen nicht erschweren durch Wichtigtuerei oder Misslaune. 
Gib mir Geduld und Mitgefühl, andere anzuhören. 
Bewahre mich davor, 
mich in ihre Angelegenheiten einzumischen und unerbetene Ratschläge zu erteilen. Lehre mich, meine Vorurteile zu durchschauen.
 Mach mich aufmerksam auf die Vorzüge der anderen 
und willig, 
zu sehen, was ich falsch gemacht habe, 
aber bewahre mich vor Niedergeschlagenheit.
Gib mir immer neu die Fähigkeit,
mich von Herzen zu freuen über alles Erfreuliche.
Amen

Die Taufen

Sebastian Miedl, O.Berneder-Ring

Lukas Leon Obermüller, St. Michael-Str.        Jonas Knödelseder, Kroding

Markus Richtsfeld, Röhrndl,      Georg Knollmüller, Passauer Str. 

Die Trauungen

Wilfried Seibold, Untergriesbach
und
Manuela Rauecker, Hanzing

Ludwig Thomas Wirringer, Vorholz
und
Ingrid Anetzberger, Sonnen

 

 

 

 

 

Die Beerdigungen

Hermann Hell, Eck
Rosa Maria Schlicht, Passauer Str.
Franziska Schätzl, Passauer Str.
Elisabeth Anna Mauritz, Grub
Franz Leonhard Miedl, St. Michael-Str.
Sabina Carmen Konkol, Kroding
Anton Kronawitter, Hauzenberger Str.
Rosmarie Kinateder, Passauer Str.

Am Gotteshaus...

liebes Menschenkind geh nie vorbei;
Es wohnt hier still verborgen,
Dein Herr und Gott im Sakrament
vom Abend bis zum Morgen.
Er wählte sich die Brotsgestalt
als heilige Leibeshülle.
Ihn bete an und du empfängst
der Gnaden reichste Fülle.
Geh nie vorbei, bedrängtes Herz
Vertrau Ihm Deine Schmerzen
Klag Ihm Dein Leid, der Seele Not.
Ruh aus an Gottes Herzen,
dann mag es stürmen wie es will
auf Deines Schicksalswegen.
Geh nie vorbei, bedrängtes Herz
Empfang des Heilands Segen.
von Frau Paula Steinberger

Redaktionsschluss für den nächsten Pfarrbrief: 9. Dezember 2002

Der nächste Pfarrbrief
erscheint am
 
22. Dezember 2002


Impressum
Herausgeber: Pfarrei Untergriesbach,
Passauer Str. 9; 94107 Untergriesbach
Inhalt: Pfarrbriefteam – Redaktion Beatrix Atzinger
Druck: Diözesandruckerei Passau